was fallen wird
zum Gedächtnis
moment of daylight
für Friederike.

Die Zeit geht über den Wolken,
verwilderte Himmel, vernebeltes Tal,
leicht springen die trockenen Blätter,
zum Tanzen und Sterben im goldroten Saal.


In uns liegt das Zentrum der Schöpfung,
und in diesem Zentrum liegt Streit,
der Herbstgeist dreht gleichalte Runden,
die Gabe des Lebens ist Leid.



Lang lebt´ ich aus deiner Umarmung,
die Sonne schlief knisternd im Haar,
ich sah nicht die kürzeren Tage,
ich hielt deine Liebe für weit.


Der Herbst fiel ein ins Haus,
von deinen Lippen stieg der Frost,
und gingst du fort,
nur Regen blieb auf meinen Gliedern.


Wo meine Hände frieren müssen,
da lebt in mir der Wald.












































regenlaufen und liegenlassen

Reine Perlen auf ärmlicher Haut
kalt schmieden sie sich, stürzen
über mich, wo tausend Sterne sterben,
der Himmel fällt in Scherben,
die Landschaft trinkt und rauscht
wandernde

Ich seh nur in mich hinein
und lächel dir zu,
nehme das Bild und erkenne,
wie ich dir ewig ins Leben hinab,
aus tieferen Gründen anhänge.


So bin ich leise geläutert aus Leben,
ein schärfer geschnittenes Wir,
es ändert verschwiegen die Ferne,
du bringst meine Einsamkeit um.


Und während du gehst, bleibt die Erde unter mir
stumm.
auf dem Rhein -- Sonnenschiff
moment of daylight
Nov. 2016
Liebes, bewundertes Wesen,

 
was alles kann ein Leben
sein und werden? Eine andächtige Meditation zahloser Schönheit,
ein atemloses Begehren, ein besinnungsloser Kampf oder ein stolzes Spiel
mit Glück und Scherben? Es ist dieser Zauber,
wie sich alle Tage vorwärts schieben. Ich kann es fühlen.
Es ziehen alle Wetter durch mein Leben. Nichts bleibt liegen. Will alles in und aus mir - leben.
 
Und: Mir ist auf allen Wegen - dein Lächeln ungeraubt.
 
... bleib diesen Augenblick jetzt immer, in deiner Weise altvertraut.