Nichts mehr zu sehen
auf die mutigen Träumer
Punkt - herabstürzend - bitte nicht stören
>>    | moment of daylight |

vielleicht heute, vor zehn Jahren,
ohne irgendein Signal,
Liebe eines Lebens schweigsam,
über Nacht und einfach weg,


heute dröhnt der volle Hubraum,
dreht der Kolben im Akkord,
in die Nacht aus Schmerz und Stille,
und Erinnerung reißt fort,


Regen kalt und Krieger müde,
allerbester Mann der Stadt,
noch mehr Jahre, wenig Liebe,
und zuletzt fast nur noch Faust,


Unter ihm die treu´ste Seele,
Chrom und Stahl und satter Klang,
war das beste aus zehn Jahren,
solche Freundschaft, lebenslang,


Ein Gedanke, endlich Ende,
Abfahrt liegt noch weit voraus,
große Sehnsucht, kleine Liebe,
Asphalt sieht wie Asche aus


Blick nach hinten, altes Leben,
Blick nach vorne, schmales Band,
Tunnelfahrer, hat es eilig,
"Krieger" stellt sich wie ein Mann,


heut´ Nacht siegen die Motoren,
heut´ Nacht ist der Zeitpunkt da,
für den Heldentod im Frieden,
steht er auf, dem Himmel nah,


hidden ghost bike aus der Kurve,
Brücke cool taxiert im Blick,
Fahrtwind reißt ihn fast nach hinten,
Ritter hat sich fest im Griff,


Streckt die Arme aus zur Krönung,
Lichter im Sekundentakt,
Leute seh´n ihn, stehend fahren,
fährt voraus


und niemand mit

Waldsonne
Waldsonne
Waldsonne
Waldsonne
Waldsonne
gelebt

Hier ruht, nach langer Verfolgung,
der totgelebte Körper, am Ende aller Tat.
Mein Geist war nie sehr lang der gleiche,
und weicht zurück von jener Reise,
zurück in dieses unbekannte Reich,
aus dem ich blind ins Leben trat.


Die Spur aus Dunkelheit und Schmerzen,
aus hell gelebter Liebe und dem Brand,
die meine war und schon verwittert,
sie wird sich lösen aus noch warmen Resten,
wird enden wie der Lärm aus späten Festen,
im grün zurückgelassnen Land.


Die Müdigkeit aus schweren Tagen,
die Zweifel auf dem langen Weg,
waren mein täglich Abendrot,
bis in die Zeit, in der das Wasser
mir traurig ins Bewusstsein drang,
und alles aus den Händen nahm.
Leben

Es ist noch da
wie Gnadenfrist
sieht mich an und hält noch stand
wo ich noch in Gedanken wohne
fließt es schon vor mir aus
und alles drin wird fremd
Traumzeit

Kein Mensch hat aufgebaut,
was altes Gedächtnis hält,
dieses aus Ferne zusammengetragene Licht,
unserer Erinnerungen Glanz,
wiegst so kostbar, du, uns aus nach Jahren.
Aus irdischem Bogen Wachstum,
war es dir Sehnsucht, die uns mit vielen Schmerzen
hier flüchtig mit dem Glück verband,
uns und unseren Schattenverstand.
Doch so nah am Göttlichen,
hörst du den Wind aus Gedanken,
ziehst große Tage an den Strand
und liest Zeichen aus reinem Sand.